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Heben und Tragen richtig organisieren

Heben und Tragen richtig organisieren

Das Heben und Tragen von Lasten gehören zu den Tätigkeiten, für die der menschliche Körper nur unzureichend gebaut ist. Hebe- und Tragearbeiten sind deshalb oft Ursache von vorzeitigen Abnutzungserscheinungen, die sich meist als Rückenbeschwerden äußern. Aus diesem Grund hat die Europäische Gemeinschaft eine Richtlinie erlassen, deren Inhalt in Deutschland in der Lastenhandhabungsverordnung umgesetzt ist.

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Über den Autor

Holger Kück ist Geschäftsführer der KUECK Industries Ltd. Als Sicherheitsingenieur verfügt Holger Kück über langjährige Berufserfahrung. Die Unterweisung von Mitarbeitern gehört zu seinem Tagesgeschäft. Aufgrund eines eigenen Seminargeschäfts hält er für seine Leser Tipps und Methoden bereit, die einfach anzuwenden sind.

Mitarbeiter zum richtigen Verhalten anhalten

Um funktionelle Schäden und entsprechende Erkrankungen im Berufsleben zu vermeiden, muss der Arbeitgeber geeignete Maßnahmen treff en oder geeignete Arbeitsmittel einsetzen, um die manuellen Lastenhandhabungen, die eine Gefährdung für die Gesundheit der Beschäftigten mit sich bringen, zu vermeiden. Wenn das manuelle Handhaben von Lasten durch Beschäftigte unvermeidbar ist, kommt der Gefährdungsbeurteilung im Hinblick auf die Auswahl geeigneter Arbeitshilfen eine besonders große Bedeutung zu. Insbesondere in Bereichen der handwerklichen und industriellen Serienproduktion mit regelmäßig wiederkehrenden Arbeitsabläufen gibt es zu deren Vermeidung heute ausreichend technische Lösungen, um Fehlbelastung des Stütz- und Bewegungsapparates zu vermeiden.

Aber auch Arbeitnehmer sind dazu verpflichtet, sich so zu verhalten, dass gefährliche Belastungen des Stütz- und Bewegungsapparates vermieden werden. Das heißt, sie müssen die eigenen Grenzen erkennen und dürfen die zu handhabenden Lasten nicht unterschätzen. Häufig ist es wichtig, dass sich Beschäftigte helfen lassen und, wenn diese Hilfe nicht automatisch angeboten wird, danach fragen, statt falschen Stolz zu entwickeln. Besonders kritisch ist das gelegentliche „Mal-eben-mit-Anpacken“ bei schwerer Last (z. B. bei einem Umzug). Gerade bei derartigen Hebe- und Tragearbeiten spielt die richtige Technik eine wesentliche Rolle bei der Vermeidung von Überlastungen und Schädigungen, insbesondere der Wirbelsäule. Hier ist es besonders wichtig, dass betriebliche Vorgesetzte ihre Mitarbeiter entsprechend unterweisen und zur richtigen manuellen Lastenhandhabung anhalten. Poster aus dem Verlagsprogramm unterstützen Sie dabei.

So gehen Sie beim Umgang mit Lasten richtig vor

  1. Verringern Sie, wann immer möglich, die Lastgewichte. Häufig zu tragende Lasten sollen bei Frauen 5 kg und bei Männern 7,5 kg nicht überschreiten.
  2. Nutzen Sie geeignete Hilfsmittel wie Karren, Rollwagen, Hubwagen, Hebeeinrichtungen und andere.
  3. Transportieren Sie Lasten mit einer guten, ergonomischen Körperhaltung. Vermeiden Sie Körperdrehungen unter Last.
  4. Heben und tragen Sie auf die richtige Weise, also beispielsweise durch eine gleiche Lastverteilung und richtige Körperhaltung.
  5. Beugen Sie einseitiger Ermüdung durch die Belastung vor und sorgen Sie für einen Ausgleich durch andere Tätigkeiten.

 

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